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Stadt Gröningen

Zur Stadt Gröningen gehören die Ortsteile Dalldorf, Stadt Großalsleben, Heynburg, Kloster Gröningen und Krottorf.

Die Stadt Gröningen liegt direkt zwischen dem nördlichen Harzvorland und der Magdeburger Börde mit seiner Landeshauptstadt Magdeburg. Nur 10 km entfernt von Oschersleben, Halberstadt und Quedlinburg ist die Bodestadt über die Bundestraße B81 und das Landstraßennetz völlig unkompliziert zu erreichen. Über die Bundesstraße B 81 erreichen Sie in unter 30 Minuten in Richtung Halberstadt die zukünftige A36 ( heutige B6n ) und in Richtung Magdeburg ab Egeln vierspurig die Bundesautobahnen A2 und A14. Bahnanbindungen befinden sich in Oschersleben, Halberstadt, Nienhagen, Wegeleben und Krottorf. Auch mit dem Busverkehr erreichen Sie die Bodestadt.


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Historie und Sehenswürdigkeiten

Gröningen wurde erstmals im Jahr 934 urkundlich erwähnt, gehörte zum Bistum Halberstadt und nahm als Residenzstadt des Bischoffs von Halberstadt eine ganz besondere Rolle ein. (Ersterwähnung Gröningens in den Fuldaer Analen um 800). Die einstige Gröninger Wallburg, die schon in der Karolingerzeit errichtet und um 933 zerstört wurde, erlitt nach dem Neuaufbau in der Ottonenzeit, im Jahr 1140 einen Totalverlust. Ab 1253 wurde die Burg als Vierflügelanlage neu errichtet und 1553 rekonstruiert. Erst 1586 wurde diese Burg durch den Bischof Heinrich Julius zum Residenz- u. Renaissanceschloss umgebaut.

Das Gröninger Schloss war eines der prunkvollsten Schlösser der Renaissance und nicht umsonst Anlaufpunkt vieler hochrangiger Staatsmänner und Anziehungspunkt eines frühen Bildungstourismus. Die kühle und schlichte Haltung der nach außen weithin sichtbaren Fassade verbarg den Liebreiz des Innenhofes und den unvergleichlichen Zierrat im Inneren. Mit der wohl schönsten und klanglich größten Orgel der ganzen Welt, die in einer der schönsten Kirchen Deutschlands stand, dem größten erhaltenen Riesen-Weinfass dieser Welt, welches 2008 in das Buch der Rekorde aufgenommen wurde und dem güldenen Saal mit über 680 Deckengemälden kann man leicht erahnen, was den Gröningern und der gesamten Region entgangen ist. Verloren ging – ein Traum in Gold.

Der erst 22 Jahre alte Bischof Heinrich Julius baute mit exzellenten Künstlerpersönlichkeiten der Renaissance ein Schloss der Superlative. Er sonnte sich in seinem Glanz und verlor dabei das Maß. Vom Ehrgeiz zerfressen und mit dem Hang zum Übersteigerten, Aufgeschwellten und Grotesken sicherte er mit seiner Hofhaltung vielen Gröningern, Künstlern und Handwerkern von weither ein sichers Einkommen. Dabei liquidierte er aber den gesamten Staatsschatz und hinterließ enorme Schulden. Die Last trug wie immer das einfache Volk. Vom Geist und Glanz des einstigen Residenzstandortes Gröningen blieb nur eine graue, verwitterte Bruchsteinmasse und die Erinnerung an glorreiche Zeiten. Unter den Schuttschichten des abgerissenen Schlosses und der Vorburgen liegen gewiss noch viele Geheimnisse für nachfolgende Chronisten.

Etwa ab 1680 begann der Verfall des Gröninger Schlosses, das im Jahre 1817 abgerissen wurde. Aus dem Inventar des Gröninger Schlosses stammt das Gröninger Fass mit über 140 m³ Fassungsvermögen, welches bis heute das größte hölzerne Weinfass der Welt ist und im Jagdschloss Spiegelsberge bestaunt werden kann. Die weltberühmte Orgel wird derzeit in der Halberstädter Martinikirche restauriert und kann bald wieder in alter Pracht bewundert werden. Heute erinnert das Germania-Denkmal mit dem dahinter befindlichen Brückentorhaus an das einstige bedeutende Bauwerk.

Aus Gröningen sind mehrere verdienstvolle Persönlichkeiten hervorgegangen, die zum Teil internationale Beachtung und Anerkennung fanden.

Aston, Louise Franziska: geb. Hoche, *1814, †1871, Frauenrechtlerin, Herausgeberin, Schriftstellerin, Vorkämpferin für die demokratische Revolution und Frauenemanzipation,

Augustin, Christian Friedrich Bernhardt, Dr.: *1771, †1856, evangelischer Theologe, Schriftsteller, Historiker, Sammler der größten Luther-Sammlung der Welt,

Beyte, Friedrich, Prof. Dr.: *1861 †1935, Philologe, Historiker, Publizist,

Bingelhelm, Simon: (†1600), Massenmörder (Räuber Danneil vom Huy), wurde in Gröningen mit 8 Zangen gegriffen und gevierteilt (vermutlich an der Scharfrichterei/ Bereich Grundstück Kissau in Rtg. Krottorf,

Böhmert, Franz: (*1934, †2004), Präsident SV Werder Bremen, Vorstandsmitglied des DFB,

Büchler, Alexander: *1835, langjähriger Bürgermeister, nach 1909 erfolgreicher Kommunalpolitiker,

Göckingk, Leopold Friedrich Günther: *1748, †1828, Geheimer Finanzrat, Lyriker, Dichter des Rokokos, Publizist, Nationalökonom,

Hecker, Friedrich Karl: * 18.08.1834 in Elberfeld, †28.09.1915,Wegbereiter der Industriealisierung und Mitbegründer der Zuckerfabrik Gröningen.

Heichert, Otto:, Prof.: *27.02.1868 in Kloster Gröningen, †1946 in Oberschönau bei Berchtesgaden, Maler u. Graphiker an der Kunstakademie in Königsberg, später an der Düsseldorfer Malerschule. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris mit einer 2. Medaille ausgezeichnet,

Hoffmann, Friedrich Eduard: Reg.-Baurat, 1818-1900, Techniker, Herausgeber, Industrieller, Erfinder des Ringbrennofens, ausgezeichnet auf der Pariser Weltausstellung 1867 mit dem "Grand Prix", Superintendent, Konsistorialrat,

Leuckfeld, Johann Georg Ludwig: *1668 in Heringen, †1726, Theologe, Historiker, Schriftsteller, Numismatiker,

Söchting, Emil: 1858, †1937, Komponist, Klavierpädagoge,

Unterlauf, Angelika (* 1946 in Gröningen) ist eine deutsche Fernsehjournalistin. Als Sprecherin der Hauptnachrichtensendung des Fernsehens der DDR die „Aktuelle Kamera" galt sie bis zur Wende als „Gesicht der DDR".

Kloster Gröningen hieß in uralten Zeiten Westergrüningen und lag auf einer Anhöhe, westlich des heutigen Dorfkerns.

Die Geschichte der bekannten Klosteranlage, und des zugehörigen landwirtschaftlichen Anwesens ist vielfach dunkel und rätselhaft. Es hängt offenbar damit zusammen, dass das Klosterarchiv höchstwahrscheinlich mit der Auflösung des Klosters um 1553/55 nach Corvey gebracht worden ist und dort bei einem Großbrand im 30-jährigen Krieg verloren ging. Nur einzelne Urkunden und Briefe aus anderen Archiven hellen das Dunkel etwas auf.

Nach diesen Erkenntnissen beruht die Gründung des Benediktiner-Manns- Kloster auf einer Stiftung des Grafen Siegfried, eines Bruders des bekannteren Markgrafen Gero, der auch das Kloster Gernrode stiftete, gemeinsam mit seiner Gemahlin Jutta.

Die Tradition erzählt, dass im Jahr 936, am Tage der heiligen Scholastika der Sohn des Grafen Siegfried auf der Jagd zu Tode kam und die Tochter nach Kenntnis der Todesnachricht durch einen Treppensturz verunglückte. Der Kinder beraubt und in der Seele erschüttert, schenkten sie ihre Güter dem Kloster Corvey, um in Westergröningen ein Kloster zu stiften. Nach einer Bauzeit von nur 4 Jahren konnte der Vorgängerbau der heutigen Klosterkirche auf dem Gelände der bereits vorhandenen Wohnburg Siegfrieds errichtet werden.

Heute gehört die ehemalige Klosterkirche St. Vitus zu den bedeutenden Objekten an Straße der Romanik und wird vielfach besucht. Die um 1200 zur romanischen dreischiffigen Flachdeckenbasilika umgebaute Kirche wird dem Hirsauerbaustil zugeschrieben. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Gröninger Empore, welche ein hervorragendes Kunstwerk alter Zeit ist. Das Original der steinernen Skulpturengruppe, die Christus mit den Aposteln darstellt, befindet sich heute in den Berliner Museen.Der achteckige Turm, welcher sich über dem Kreuz der Kirche erhebt, trägt ebenfalls das Gepräge einer mehr entwickelten Periode der byzantinischen Kunst.Er wirkt mit seiner Masse weithin sichtbar als landschaftsprägend.

Unweit von der Kirche und dem landwirtschaftlichen Gut entfernt, befindet sich der idyllisch gelegene Bauernteich, der einst von einem Landschaftspark mit wertvollem Baumbestand umgrenzt war. Leider hat er schon zu LPG-Zeiten seinen einstigen Erholungswert eingebüßt. Um Kloster Gröningen herum liegen idyllische Erdfallseen, wie der Blaue Brunnen, das Runde Loch, das Breite Loch, der Salzensee und der durch die Eiszeit bedingt entstandene Luttersee.

Dalldorf gab es bereits im Mittelalter und wurde nach schwerer Verwüstung im 30jährigen Krieg zunächst nicht wieder aufgebaut. Erst 1750 entstand durch Kriegs- und Domänenrat Leopold-Friedrich von Goeckingk das heutige Dalldorf. Später ging der Göckingksche Besitz in die Hand der Familie Heyne aus Gröningen über. Mit der Dalldorfer Dorfkirche verfügt der Ort über ein evangelisches Gotteshaus, das 1911 erbaut wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde Dalldorf erneut zerstört. Die United State Air Force griff am 28.7.1943 das Dorf versehentlich an. Ziel des Angriffs waren eigentlich die Flugzeugwerke in Oschersleben. Heute wird in Dalldorf vorwiegend Landwirtschaft betrieben. Plantagen, Streuobstwiesen und Felder prägen das Bild rund um den Ort.

Am 1. Januar 1974 wurde Dalldorf nach Gröningen eingemeindet.

Heynburg wurde vom Rittergutsbesitzer Heyne einst als Vorwerk auf dem zu seinem Gröninger Besitz gehörenden Gutslandes errichtet. 1853 erbaute die Familie einen eigenständigen Gutshof. Dieser Gutshof wurde von den Leuten „das Gut Heynes Burg“ genannt. Daraus wurde im Laufe der Zeit Heynburg. Noch heute erkennt man in Heynburg alte Gebäude, die an das einstige Gut erinnern.

Das Grundlos ist ein als Naturschutzgebiet ausgewiesener See, der im Jahr 1815 durch einen Erdfall entstanden ist. Mit einer ganz besonderen Sage um eine Raubritterburg macht er auf sich aufmerksam.

Großalsleben wird als damaliges „Alslevn“ 961 erstmals erwähnt. Das Rathaus erwähnt man erstmals im Jahre 1560 und eine Schule im Jahre 1563. 1710 erhält der Ort die Bezeichnung „Marktflecken“ und damit einen Gemeinderat und ein Wappen. Großalsleben wird während des 30jährigen Krieges fast völlig zerstört. Nach der Gemeindeordnung von Anhalt erhält der Ort 1852 die Bezeichnung „Stadt“. 1875 hat Großalsleben bereits 1815 Einwohner. In dieser Zeit entwickelt sich auch wieder eine katholische Gemeinde. Mit dem Bau der katholischen Kirche „Herz Jesu“ wurde 1904 begonnen. Die evangelische Kirche St. Petrus entstand bereits im Jahre 1885 und strahlt mir ihrem Kirchturm von 47 Metern Höhe weit sichtbar in der Börde ihren Glanz aus.

Das Großalslebener Freibad gehört zu einem wichtigen Besuchermagnet während der Sommermonate. Seit dem 1. Januar 2001 gehört Großalsleben als Stadtteil zu Gröningen.

Krottorf wurde mit der Burg Crottorf erstmals im Jahre 1188 erwähnt. Die sogenannte Niederungsburg wurde durch die Bode gesichert. Die Besitzverhältnisse der Burg wechselten in den vergangenen Jahrhunderten oft. Unzählige Male ist das Amt Krottorf verpfändet wurden. Durch den Westfälischen Frieden 1648 wurde Krottorf preußischer Staatsbesitz. Die Domäne bekam 1849 durch den Verkauf an den letzten Pächter, Andreas Friedrich Heinrich Dettmar, den Status eines Rittergutes. Das Gut gehörte bis zur Bodenreform von 1945 dieser Familie und wurde von ihr bewirtschaftet. Die Dorfkirche ist ein spätgotischer Bruchsteinbau aus dem 15. Jahrhundert. Der jetzige Zustand der Kirche stammt von 1703.

Krottorf gehört seit 1993 zur Verwaltungsgemeinschaft Gröningen und wurde zum 1. Januar 2001 in die Stadt Gröningen eingegliedert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Kernstadt von Gröningen verfügt über eine Kindertagesstätte, eine Grundschule sowie eine Sekundarschule und ein Gymnasium in freier Trägerschaft.
Weiterhin vorhanden: Tankstelle, mehrere Supermärkte, Bäcker, Fleischer, Gärtnerei und Floristik, Allgemeinmediziner, Tierarzt, Tierpension, Apotheke, Optiker, Physiotherapie, Kosmetik, Fußpflege, Seniorenpflege und Pflegedienst, Fahrschule, Sparkasse, Volksbank, Gastronomie und Imbiss, Taxibetrieb, Pensionen

Unternehmen im Bereich: Malerarbeiten, Trockenbau, Fassadenarbeiten, Elektro- und Gebäudetechnik, Installation und Heizungsbau, Fliesenleger, KFZ-Reparatur, Metallbau/Metallhandel, Fahrzeughandel, Landmaschinenvertrieb, Landwirtschaftsunternehmen, Kieswerk, Straßen-Tiefbau, Veranstaltungstechnik/Eventagentur, Druckerei, Ingenieure, Bootsverleih

In der Stadt Großalsleben befindet sich eine Kindertagesstätte sowie eine freie Montessori-Grundschule.
Weiterhin vorhanden: Bauingenieur, Malerbetrieb, Dachdecker, Polsterei, Landwirtschaftsunternehmen, Fuhrunternehmen

In Kloster Gröningen befinden sich Betriebe aus dem Bereich Gastronomie und Beherbergung, ein Friseur, ein Fliesenleger und Versicherungsmakler.

In Dalldorf befinden sich mehrere Landwirtschaftsunternehmen.

In Heynburg befindet sich eine Gaststätte und ein Schrotthandel

In Krottorf gibt es eine Kindertagesstätte.
Weiterhin vorhanden: Einzelhandel Nahrungsmittel, Kieswerk, Energieunternehmen

Immobilienmarkt Stadt Gröningen

ISEK ( Integriertes Stadtentwicklungskonzept )

Für Städte und Gemeinden ist es wichtig zu wissen, vor welchen Problemen und Herausforderungen sie in den nächsten Jahren stehen werden. Daher hat sich die Stadt Gröningen dazu entschieden, ein ISEK ( Integriertes Stadtentwicklungskonzept ) zu erstellen, aus dem die Handlungsfelder und Maßnahmen für die folgenden 15 Jahren erkennbar werden. Der Bürgermeister der Stadt Gröningen hat gemeinsam mit dem externen Stadt- und Landschaftsplanungsbüro Herrn Stephan Westermann sowie einer Gruppe von Experten, Ratsmitgliedern, Interessenvertretern der Vereine und Unternehmen in den Jahren 2015 und 2016 das Konzept erarbeitet. In verschiedenen Beratungen mit unterschiedlichen Themen galt es die Konzeptinhalte zu konkretisieren.

Folgende Themenschwerpunkte wurden besprochen:

  • Region und Wirtschaft
  • Stadtgestaltung und kommunale Konzepte
  • Demografie und Wohnen
  • Infrastruktur und Daseinsvorsorge
  • Leitbild Stadtentwicklung
  • Maßnahmen
  • Schlussredaktion

Der Stadtrat der Stadt Gröningen hat das Ergebnis im Jahr 2016 in einer Stadtratssitzung beschlossen. Besonders für die Fördermittelgewinnung ist das ISEK ein wichtiger Baustein. Durch das Planungsinstrument ISEK soll langfristig sicher gestellt werden, dass Fördermittel nur dann zum Einsatz gebracht werden, wenn der Bedarf gegeben ist und die Langfristigkeit der Maßnahme erkennbar ist. Allerdings unterliegt auch ein Stadtentwicklungskonzept gewissen Änderungen bzw. einem Ergänzungsbedarf, so dass die Stadt Gröningen im Jahr 2017 zum ISEK eine Ergänzung beschlossen hat. Aktuell überarbeitet die Verwaltung der Verbandsgemeinde Westlichen Börde gemeinsam mit dem Planungsbüro Stephan Westermann im Auftrag der Stadt Gröningen das ISEK, um Themen, wie z.B. den Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum, einzuarbeiten. Damit passt sich das informelle Planungsinstrument ISEK einer Gemeinde und Stadt an den tatsächlichen Bedarf an.

Unternehmen in der Stadt Gröningen






















Veranstaltungen in Gröningen

























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