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Seen- und Flusslandschaft Gröningen/ Kloster Gröningen

Wer Spaziergänge oder eine verträumte Zeit am Wasser mag, der hat dazu im Bereich Gröningen/Kloster Gröningen reichlich Möglichkeiten. Außer die Bode, lädt dazu vor allem der Luttersee und laden viele weitere Gewässer ein. Entdecken Sie unseren Vorschlag für eine Wanderroute mit einer Länge von rund 4,4 Kilometern.

Beim Spaziergang um den Luttersee bei Kloster Gröningen stehen Bänke für die eine oder andere Pause bereit.
Beim Spaziergang um den Luttersee bei Kloster Gröningen stehen Bänke für die eine oder andere Pause bereit.

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Still ist es am Kloster Gröninger Luttersee nicht unbedingt. Doch sind es keine unangenehmen, von Menschen verursachte Geräusche, die da beim Rundgang zu hören sind. Vielmehr singen Vögel, quaken Frösche und glucksen Fische. Je nach Jahres- und Tageszeit mal etwas leiser, mal etwas lauter. Aber immer höchst angenehm. Als ob sich die tierischen Be- und Anwohner des Sees unentwegt und frohen Mutes über ihr glückliches Leben an diesem idyllischen Ort unterhalten.

Und dieser Ort ist fürwahr idyllisch. Auch für uns Menschen. Was schon der südwestliche Uferbereich, also die Fläche zwischen See und der Nienhagener Straße, die zur B81 führt, ankündigt. Hier am Ortsrand stehen nicht nur fünf große Weidenbäume sowie ältere und jüngere Kastanien, sondern gibt es auch eine Grünfläche, einen hergerichteten Weg nebst Bänken und weitere Bäume und  Sträucher. Und zudem ist hier über reichlich Ufer-Schilf hinweg auch schon an der einen oder anderen Stelle ein Blick über den etwa drei Hektar großen und bis zu fünf Meter tiefen See zu erhaschen.

Idyllischer Blick über den Kloster Gröninger Luttersee.
Idyllischer Blick über den Kloster Gröninger Luttersee.

Wie Ortschronist Ralf Staufenbiel in seinem Heimatbuch über Kloster Gröningen schreibt, ist dieses Gewässer „ein gern besuchter Anglersee und Anlaufpunkt für Spaziergänge, denn am Ufer befindet sich ein artenreicher, parkähnlich angelegter Gehölzbestand.“ Wie es zudem vor allem am Ostufer einen breiten Schilfgürtel gibt, der Nahrungs-, Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten bietet. Ralf Staufenbiel führt beispielsweise Sperber, Rothalstaucher, den Rot- und Schwarzmilan sowie Kormorane und Wildgänse auf. „Auch Schwäne haben hier schon erfolgreich gebrütet“, so der Heimatforscher.

Zudem erwähnt der Naturfreund in seinem Buch unter anderem Kröten, selten gewordene Molche und zahlreiche Insektenarten, für die der bereits 1964 zum Naturdenkmal erklärte Luttersee zu einem wertvollen Lebensraum geworden ist. Wie auch für Blässhühner, Teichhühner, Teichrohrsänger, Zwergrohrdommeln, Enten sowie die Rohrdommel und die Rohrweihe. Und zum Fischbestand gehören beispielsweise Spiegelkarpfen, Karauschen, Aale, Hechte sowie diverse Köderfische.

In der Dämmerung bietet der Kloster Gröninger Luttersee einen besonders schönen Anblick.
In der Dämmerung bietet der Kloster Gröninger Luttersee einen besonders schönen Anblick.

Nun sind natürlich Exemplare all dieser menschenscheuen Tierarten bei einem Seebesuch nur mit reichlich Glück und viel Geduld zu sehen, dafür aber viele von ihnen gut zu hören. Wer beispielsweise im Bereich des Grundstücks Nienhagener Straße 1 beginnt, im Uhrzeigersinn eine Runde um den See zu drehen, der befindet sich ganz schnell auf einem von Büschen sowie Sträuchern dicht umsäumten und damit akustisch abgeschotteten Weg. Dort lassen sich sofort vor allem Kröten und Frösche hören. Kurz darauf auch erste Vögel. Später kommen Fische hinzu, die sich kurz an der Oberfläche sehen lassen oder vor großen Vögeln Reißaus nehmen

Links des mit Steinen begrenzten und Sitzgelegenheiten bestückten Weges stehen unter anderem an einer mitunter steilen Böschung beispielsweise Holunderbüsche, Kastanienbäume, Efeuhecken, Robinien oder auch Eiben. Die allesamt dafür gesorgt haben, dass dort der frühere Friedhof der Klostergutbesitzer-Familie Klamroth inzwischen ziemlich zugewachsen ist. Dahinter tauchen auch Eschen, Knallerbsensträucher und Heckenrosen auf. Schließlich bekommt der Bereich kurz vor dem Ende des nördlichen Seeufers durch Eichen-, Ahorn- und Lindenbäume „einen waldähnlichen Charakter“, wie Ralf Staufenbiel beschreibt.

Grandiose Weiden zieren das süd-westliche Ufer des Kloster Gröninger Luttersees.
Grandiose Weiden zieren das süd-westliche Ufer des Kloster Gröninger Luttersees.

Der Weg um den See führt weiterhin an einer unter anderem mit Gras, Klebekraut, Brennnesseln, Scharfgarbe, Löwenzahn, Gänsefingerkraut und vielen weiteren Kräutern bewachsenen Wiese vorbei, wie auch an der Großen Masch, die einen freien Blick nach Gröningen bietet. Hier sind laut Ralf Staufenbiel in der warmen Jahreszeit sogar wieder „übermütig spielende“ Feldhasen zu sehen, wie zudem im Winter auch reichlich Rehe.

Was auf dem Rest des Weges noch besonders auffällt, sind ein knappes Dutzend 25 Meter hohe Pyramidenpappeln und eine breite Weidenreihe. Unterbrocken von der einen oder anderen kleinen Schneise, die nicht zuletzt von Anglern genutzt werden, hat doch der Anglerverein Oschersleben und damit auch die dazugehörige Gröninger Anglergruppe den See gepachtet. Der aber jederzeit für jedermann zugänglich ist.

Die vielen Gewässer rund um Gröningen und Kloster Gröningen sind über sehr natürliche Wege zu erreichen. Dieser Weg führt von der Bode zum Faulen See.
Die vielen Gewässer rund um Gröningen und Kloster Gröningen sind über sehr natürliche Wege zu erreichen. Dieser Weg führt von der Bode zum Faulen See.
Am Gröninger Wehr teilt sich die aus dem Harz kommende Bode (hinten rechts) in zwei Flussarme. Der eine fließt als Bode das Wehr hinunter und in einem Bogen um Gröningen. Der andere durchquert als Mühlgraben (hinten links) die Stadt Gröningen. Am nördlich
Am Gröninger Wehr teilt sich die aus dem Harz kommende Bode (hinten rechts) in zwei Flussarme. Der eine fließt als Bode das Wehr hinunter und in einem Bogen um Gröningen. Der andere durchquert als Mühlgraben (hinten links) die Stadt Gröningen. Am nördlich
Dieser Wanderweg führt zum Gröninger Wehr.
Dieser Wanderweg führt zum Gröninger Wehr.

Wie auch die meisten anderen Gewässer im Bereich Gröningen/Kloster Gröningen, also beispielsweise der Salzensee, der Blaue Brunnen, das Runde Loch, das Breite Loch, der Hechtgraben, die Jungfernlöcher, der Faule See, der Kiessee (mit Badestrand), der Kannenholzgraben und natürlich die Bode mit ihren Nebenarmen und ihrer bemerkenswerten Flora und Fauna zu Spaziergängen einladen. Dafür gibt es reichlich Ufer- und Feldwege, wie auch der Aller-Harz-Radweg gut zu nutzen ist.

Ein gern gewählter Wander- und Fahrrad-Rundkurs ist etwa 4,5 Kilometer lang (siehe blaue Linie auf der Karte oben). Dieser Weg schließt den Luttersee mit ein und führt zwischen Kloster Gröningen und Gröningen über den besagten Aller-Harz-Radweg. Dann führt er neben der Bode auf einem ausgewiesenen Wanderweg am Gröninger Wehr vorbei, wo sich die aus dem Harz kommende Bode in zwei Flussarme teilt. Also wo ein Mühlgraben reichlich Bodewasser übernimmt, das er dann am nördliche Stadtrand der Bode zurückgibt.

Noch heute fließt der Mühlengraben kraftvoll durch die einstige Anlage zur Energiegewinnung.
Noch heute fließt der Mühlengraben kraftvoll durch die einstige Anlage zur Energiegewinnung.

Auf dem Weg dahin gibt es eine alte Mühlgraben-Wassermühle, an der auch der besagte Wander- und Fahrrad-Rundkurs vorbeiführt. Diese Mühle ist bereits im 13. oder 14. Jahrhundert errichtet worden, um vor allem die einstigen Schlossbewohner mit Mehl zu versorgen. Wie Ortschronist Ralf Staufenbiel herausgefunden hat, ist diese Mühle wohl 1858 abgebrannt und später in ein Kleinkraftwerk umfunktioniert worden, um vor allem für die bis Ende des 2. Weltkrieges betriebene Gröninger Zuckerfabrik Strom zu erzeugen.

Der weitere Rundkurs kreuzt am Gröninger Ortsausgang die Halberstädter Straße und führt dann            
nördlich dieser Verbindungsstraße Gröningen/Kloster Gröningen über einen Feldweg in Richtung Fauler See. Unter anderem vorbei an einem sowjetischen Ehrenfriedhof, auf dem vor allem 74 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ihre letzte Ruhestätte haben. Gleich daneben erinnert ein Ehrenmal an Gröninger Opfer der Völkerschlacht.

Ein gern gewählter Wander- und Fahrrad-Rundkurs führt unter anderem am sowjetischen Ehrenfriedhof vorbei.
Ein gern gewählter Wander- und Fahrrad-Rundkurs führt unter anderem am sowjetischen Ehrenfriedhof vorbei.

Von dieser sehr geschichtsträchtigen Ecke geht es auf dem Feldweg weiter nach Kloster Gröningen zurück. Ganz genau geht es zum Ost-Ufer des Luttersees, wo sich der Kreis zu guter Letzt schließt.

Sowohl dieser, als auch weitere Wander- und Radfahr-Routen im Bereich Gröningen/Kloster Gröningen bieten nicht zuletzt wegen der zahlreichen Gewässer viele Möglichkeiten zur Entspannung und aktiven Erholung. Und das auch auf dem Wasser, sprich auf der Bode. Dafür hat vor allem der Gröninger Bootsverleih reichlich Angebote.

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