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Museum Kroppenstedt – Stadtgeschichte in der historischen Knabenschule

Mitten im historischen Stadtkern erzählt das Museum Kroppenstedt die Geschichte einer Stadt mit außergewöhnlichen Traditionen. Das Heimatmuseum befindet sich in einem alten Fachwerkgebäude am Kirchhof – unmittelbar im historischen Ensemble von Martinikirche, Eulenturm und ehemaliger Stadtbefestigung.

Auf rund 260 Quadratmetern Ausstellungsfläche begegnen Besucher der Geschichte Kroppenstedts auf ganz unterschiedliche Weise: von den mittelalterlichen Stadtprivilegien und den Kroppenstedter Reitern über Schule, Handwerk und bäuerliches Leben bis zu Wohnkultur, Alltagsgegenständen und regionaler Industriegeschichte.

Das Museum Kroppenstedt befindet sich in einem historischen Fachwerkgebäude am Kirchhof. Das 1564 als Knabenschule errichtete Haus beherbergt heute das Heimatmuseum der Westlichen Börde mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte, zu den Kroppenstedter Reitern, zum früheren Alltagsleben sowie zu Handwerk und regionaler Kulturgeschichte. Die Aufnahme zeigt das Museum mit seinem gepflasterten Vorbereich im historischen Umfeld von Kroppenstedt.
Das Museum Kroppenstedt befindet sich in einem historischen Fachwerkgebäude am Kirchhof. Das 1564 als Knabenschule errichtete Haus beherbergt heute das Heimatmuseum der Westlichen Börde mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte, zu den Kroppenstedter Reitern, zum früheren Alltagsleben sowie zu Handwerk und regionaler Kulturgeschichte. Die Aufnahme zeigt das Museum mit seinem gepflasterten Vorbereich im historischen Umfeld von Kroppenstedt.

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Von der Knabenschule zum Heimatmuseum

Das Gebäude selbst ist bereits Teil der Geschichte. 1564 wurde es als Knabenschule errichtet.

Nachdem das historische Fachwerkhaus über längere Zeit leer gestanden hatte und zunehmend verfiel, wurde es aufwendig ausgebaut. Im Jahr 1994 eröffnete hier das Heimatmuseum.

Die vielen kleineren Räume des ehemaligen Schulgebäudes verleihen der Ausstellung ihren besonderen Charakter. Geschichte wird nicht in einem einzigen großen Ausstellungssaal präsentiert, sondern lässt sich Raum für Raum entdecken.

Blick in einen Ausstellungsraum des Museums Kroppenstedt mit historischen Urkunden, Dokumenten, Wappen und weiteren Exponaten zur Stadtgeschichte. Die Ausstellung vermittelt Einblicke in die mittelalterliche Entwicklung Kroppenstedts, seine historischen Rechte sowie die Verbindungen der Stadt zur Region und zum Erzbistum Magdeburg.
Blick in einen Ausstellungsraum des Museums Kroppenstedt mit historischen Urkunden, Dokumenten, Wappen und weiteren Exponaten zur Stadtgeschichte. Die Ausstellung vermittelt Einblicke in die mittelalterliche Entwicklung Kroppenstedts, seine historischen Rechte sowie die Verbindungen der Stadt zur Region und zum Erzbistum Magdeburg.

Kroppenstedts Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit

Einen Schwerpunkt bildet die Entwicklung Kroppenstedts und seiner historischen Rechte. Thematisiert werden unter anderem die frühen Verbindungen Kroppenstedts und Gröningens zum Kloster Corvey, die Stadtprivilegien sowie das Freikreuz als Ort und Symbol der historischen Gerichtsbarkeit und städtischen Freiheit.

Historische Quellen belegen enge Besitz- und Herrschaftsbeziehungen zwischen Corvey, Gröningen und Kroppenstedt bereits im Mittelalter.

Damit vermittelt das Museum Hintergründe zu historischen Orten, denen Besucher anschließend bei einem Rundgang durch Kroppenstedt unmittelbar wieder begegnen können.

Die Kroppenstedter Reiter und ihre Reithufen

Eine Besonderheit der Kroppenstedter Stadtgeschichte ist die jahrhundertelange Tradition der Kroppenstedter Reiter. Ihnen und den mit ihren Diensten verbundenen Reithufen ist ein eigener Teil der Ausstellung gewidmet.

Die Reithufen sind dabei nicht nur Geschichte. Die historischen Ackerflächen und die damit verbundene Tradition prägen Kroppenstedt bis in die Gegenwart und haben der Stadt die Bezeichnung Reithufenstadt gegeben. Die Reiterdienste bestanden bis 1727.

Zu den besonderen Exponaten des Museums gehört eine historische Fahne der Kroppenstedter Reiter, die im bisherigen Museumsbestand auf das Jahr 1689 datiert wird. Sie ersetzte nach der Überlieferung eine ältere, bereits zerschlissene Fahne.

Der sogenannte »Kroppenstedter Vorrat« ist eines der besonderen historischen Exponate im Museum Kroppenstedt. Der Silberpokal ist mit einer überlieferten Kroppenstedter Sage verbunden, die auch von Jacob und Wilhelm Grimm in ihre Sammlung »Deutsche Sagen« aufgenommen wurde.
Der sogenannte »Kroppenstedter Vorrat« ist eines der besonderen historischen Exponate im Museum Kroppenstedt. Der Silberpokal ist mit einer überlieferten Kroppenstedter Sage verbunden, die auch von Jacob und Wilhelm Grimm in ihre Sammlung »Deutsche Sagen« aufgenommen wurde.

Der „Kroppenstedter Vorrat“ und eine Sage der Brüder Grimm

Zu den ungewöhnlichsten Ausstellungsstücken gehört der sogenannte „Kroppenstedter Vorrat“, auch „Willkommen“ genannt. Der Silberpokal wurde über lange Zeit im Kroppenstedter Rathaus aufbewahrt und ist mit einer überlieferten Geschichte aus Kroppenstedt verbunden.

Die Sage wurde sogar von Jacob und Wilhelm Grimm aufgenommen. Unter dem Titel „Der Kroppenstedter Vorrat“ ist sie Bestandteil ihrer Sammlung Deutsche Sagen. Darin beschreiben die Brüder Grimm einen silbernen Becher, auf dem 13 Wiegen und eine Wanne mit insgesamt 14 Kindern dargestellt sind.

Damit verbindet dieses Exponat Kroppenstedter Lokalgeschichte auf besondere Weise mit deutscher Sagenüberlieferung.

Apotheke, Klassenzimmer und Wohnen vergangener Zeiten

Das Museum richtet den Blick nicht nur auf große historische Ereignisse. Ebenso anschaulich wird gezeigt, wie Menschen früher in Kroppenstedt und der Westlichen Börde lebten und arbeiteten.

Zu sehen sind unter anderem eine historische Apotheke, ein kleiner Klassenraum, bäuerliche Arbeitsgeräte sowie Räume zur bürgerlichen Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. Möbel und zahlreiche Gegenstände des täglichen Lebens vermitteln einen Eindruck davon, wie sich Wohnen, Arbeiten und Alltag im Laufe der Zeit verändert haben.

Auch Handwerk, Landwirtschaft und weitere Bereiche der regionalen Entwicklung finden in der Ausstellung ihren Platz. Diese Themen gehören weiterhin zu den Schwerpunkten der Museumsarbeit.

Der historische Klassenraum im Museum Kroppenstedt erinnert an die frühere Nutzung des Gebäudes als Knabenschule. Alte Schulbänke, Schiefertafeln, Bücher, Fotografien und weitere Erinnerungsstücke vermitteln einen Eindruck vom Schulalltag vergangener Generationen in Kroppenstedt.
Der historische Klassenraum im Museum Kroppenstedt erinnert an die frühere Nutzung des Gebäudes als Knabenschule. Alte Schulbänke, Schiefertafeln, Bücher, Fotografien und weitere Erinnerungsstücke vermitteln einen Eindruck vom Schulalltag vergangener Generationen in Kroppenstedt.

Geschichte einer Schule bleibt im Museum sichtbar

Die frühere Nutzung des Hauses als Knabenschule ist in der Ausstellung weiterhin präsent. Ein historischer Klassenraum erinnert an den Schulalltag vergangener Zeiten.

Der ehemalige Klassenraum wird zugleich für wechselnde Ausstellungen genutzt. Dadurch verbindet das Museum seine dauerhafte Präsentation zur Kroppenstedter Geschichte mit wechselnden Themen und neuen Blickwinkeln.

Thematische Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen gehören auch heute zur Museumsarbeit. Dazu zählen beispielsweise Museumnachmittage sowie Veranstaltungen des Heimatvereins.

Erinnerungsstücke aus dem Gröninger Schloss

Eine weitere Verbindung innerhalb der Westlichen Börde stellen erhaltene Teile des Gröninger Schlosses dar.

Das Schloss wurde bereits 1816 abgerissen. Einige erhalten gebliebene Bauteile befinden sich heute im ehemaligen Klassenraum des Kroppenstedter Museums. Damit bewahrt das Museum nicht ausschließlich Zeugnisse aus Kroppenstedt, sondern auch Stücke der Geschichte des benachbarten Gröningen.

Blick in einen historisch eingerichteten Ausstellungsraum im Museum Kroppenstedt. Möbel, Gemälde, Uhren, Geschirr, Puppen und weitere Alltagsgegenstände vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der Wohnkultur vergangener Zeiten. Das Heimatmuseum befindet sich in der ehemaligen Knabenschule im historischen Stadtkern von Kroppenstedt.
Blick in einen historisch eingerichteten Ausstellungsraum im Museum Kroppenstedt. Möbel, Gemälde, Uhren, Geschirr, Puppen und weitere Alltagsgegenstände vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der Wohnkultur vergangener Zeiten. Das Heimatmuseum befindet sich in der ehemaligen Knabenschule im historischen Stadtkern von Kroppenstedt.

Ein Ausgangspunkt für die Geschichte Kroppenstedts

Das Museum Kroppenstedt bietet einen guten Einstieg, um die historische Stadt anschließend selbst weiterzuentdecken. Viele Themen der Ausstellung begegnen Besuchern wenige Schritte später im Stadtbild wieder: die Martinikirche, die mittelalterliche Stadtbefestigung mit dem Eulenturm, das Freikreuz, das historische Rathaus und die Geschichte der Kroppenstedter Reiter.

Auch bei aktuellen Museumnachmittagen werden Museum, Martinikirche und Rathaus gemeinsam in das Besucherangebot einbezogen. 

So wird aus dem Museumsbesuch zugleich eine Einladung, die Geschichte der Reithufenstadt Kroppenstedt dort weiterzuverfolgen, wo sie sich bis heute im Stadtbild ablesen lässt.

Aktuelles aus dem Museum




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