Erstellung eines Nutzungskonzeptes für den Zuckerpark Gröningen
Die Stadt Gröningen hat im Rahmen einer LEADER-Förderung die Möglichkeit erhalten, das Gelände vom Zuckerpark in der Stadt Gröningen zu überarbeiten. In das Konzept ist folgende Aufgabenstellung eingeflossen:
- Schaffung einer wertvollen Freizeitanlage mit Bildungsinhalten
- Einbindung von Baufeldern im Einklang zur Nutzung als Freizeitanlage
- direkte Erlebbarkeit des Bodeufers ermöglichen
- Anbindung an die Bodewiesen durch eine vorhandene Brückenanlage für den späteren Anschluss an den Boderadweg
- Schaffung neuer Freizeitflächen für Jugendliche
- Verbesserung der Zuwegung auf das Parkgelände
- Untersuchung von Gestaltungsvarianten Einmündung Zuckerpark, Heinrich-Julius-Straße, Hederslebener Weg und Goethepromenade
- Verbesserung der Parksituation Hinterstraße durch rückwärtige Erschließung der Grundstücke in Richtung Zuckerpark und Schaffung zusätzlicher Stellflächen
- Optimierung Übergang Destination Bode-Bootsverleih und Campingplatz in die Stadt Gröningen
- Reduzierung von Pflegeaufwand
Im Rahmen einer öffentlichen Vergabe wurde die SALEG (Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH) mit der Konzepterstellung beauftragt. Die SALEG ist bereits seit Jahren Partner der Stadt Gröningen und betreut diese im Rahmen der Städtebauförderung. Auf Basis des ISEKs der Stadt Gröningen und der gestellten Aufgabenstellung konnte direkt mit der Konzepterstellung begonnen werden.
ISEK ( Integriertes Stadtentwicklungskonzept )
Für Städte und Gemeinden ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, vor welchen Herausforderungen sie in den kommenden Jahren stehen werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Gröningen dazu entschieden, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zu erstellen, das die Handlungsfelder und Maßnahmen für die nächsten 15 Jahre aufzeigt.
Der Bürgermeister der Stadt Gröningen hat das Konzept gemeinsam mit dem externen Stadt- und Landschaftsplanungsbüro Stephan Westermann sowie einer Gruppe von Expertinnen und Experten, Ratsmitgliedern und Interessenvertretern aus Vereinen und Unternehmen in den Jahren 2015 und 2016 erarbeitet. In mehreren Beratungen wurden die Inhalte des Konzepts vertieft und konkretisiert.
Themenschwerpunkte des ISEK:
- Region und Wirtschaft
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Stadtgestaltung und kommunale Konzepte
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Demografie und Wohnen
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Infrastruktur und Daseinsvorsorge
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Leitbild Stadtentwicklung
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Maßnahmenplanung
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Schlussredaktion
Der Stadtrat der Stadt Gröningen beschloss das fertige Konzept im Jahr 2016. Besonders für die Fördermittelgewinnung ist das ISEK ein entscheidender Baustein: Es stellt sicher, dass Fördermittel gezielt eingesetzt werden und langfristige Maßnahmen erkennbar bleiben. Das ISEK ist ein dynamisches Planungsinstrument, das an den tatsächlichen Bedarf der Gemeinde angepasst wird. So wurden Ergänzungen in den Jahren 2017 sowie 2019 (mit dem Schwerpunkt „Abbau von Barrieren“) beschlossen.
Um die Stadtentwicklung zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten, hat die Stadt Gröningen zudem ein integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept verabschiedet. Dieses Konzept identifiziert konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Förderung einer klimaresilienten Infrastruktur. Durch die Verbindung von Stadtentwicklungs- und Klimaschutzplanung wird sichergestellt, dass Wachstum, Nachhaltigkeit und Lebensqualität Hand in Hand gehen.
In mehreren Arbeitsgesprächen wurden Vorschläge und Visionen für das Gelände des Zuckerparks zusammengetragen und besprochen. In das Konzept sind auch die Erkenntnisse und Dokumentationsergebnisse aus dem Abbruch der alten Zuckerfabrik eingeflossen. Das Konzept greift teilweise auch in die benachbarten privaten Flächen ein, um für die gemeindliche Gestaltung sinnvolle Übergänge zu schaffen. Damit war auch die Beteiligung der privaten Eigentümer mehrfach nötig gewesen, um Konzeptideen zu entwickeln, die nicht im Widerspruch stehen.
Die Arbeitsergebnisse sind anschließend in die politische Arbeit der Stadt Gröningen eingelossen. Es erfolgte die Vorberatung in den Fachausschüssen der Stadt Gröningen. Das Konzept soll in der Stadtratssitzung am 14.12.2020 beschlossen werden.
Leider konnte die geplante Bürgerveranstaltung am 01.12.2020 im Kulturhaus Gröningen nicht stattfinden, da diese aufgrund der Coronapandemie nicht durchführbar war. Die Volksstimme hat dennoch in zwei Ausgaben über die Details ausführlich berichtet.
Fragen, Anregungen und Hinweise können Sie an die Verwaltung der Verbandsgemeinde Westliche Börde richten.